Häufige Fragen

Zur Wahl

Weshalb findet für das Friedensrichteramt eine Urnenwahl statt?

Damit die amtierenden FriedensrichterInnen als Organ der Judikative als direkt vom Volk Gewählte unabhängig, d.h. nur dem Gesetz unterstellt sind.

Weshalb gibt es einen zweiten Wahlgang?

Weil im ersten Wahlgang das absolute Mehr, d.h. mehr als die Hälfte aller Stimmen knapp nicht erreicht wurden: absolutes Mehr war 9‘507 Stimmen, ich hatte 8‘656 Stimmen.

Was hat die Friedensrichterwahl mit politischen Parteien zu tun?

Die Sitze im Friedensrichteramt werden nach Parteienstärke aufgeteilt. Es handelt sich dabei um die Vereinbarung der interparteilichen Konferenz (IPK), welche aus je einem Vertreter aller Parteien zusammengesetzt ist. Da es kein politisches Amt ist, wird die Kandidatin sodann nach fachlichen Kriterien nominiert.

Wie sind die drei Sitze im Friedensrichteramt Winterthur aktuell verteilt?

Gemäss Vereinbarung der interparteilichen Konferenz (IPK) sind die drei Sitze im Friedensrichteramt wie folgt verteilt: 1 Sitz EVP, CVP und Grüne; 1 Sitz SP; 1 Sitz SVP. Beim aktuellen Wahlgang geht es - aufgrund einer Pensionierung - um die Ersatzwahl für den SVP-Sitz.

 

Zum Friedensrichteramt

Welche Anforderungen werden an eine Friedensrichterin gestellt?

Erfahrung im Schlichten und Vermitteln (Mediation), aktuelle Kenntnis des Privatrechts und die Fähigkeit, mit Menschen auch in strittigen Situationen konstruktiv arbeiten zu können, sind entscheidende Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausübung dieses Amts. Siehe dazu: Anforderungsprofil des Zürcher bzw. Schweizer Verbandes der FriedensrichterInnen

Weshalb ist das Friedensrichteramt wichtig?

Damit zwischen Menschen einvernehmliche Lösungen gefunden werden können und so ein langwieriger Gerichtsprozess mit finanziellen und emotionalen Kosten vermieden werden kann.

Was ist im Friedensrichteramt Winterthur speziell?

Eine Grossstadt stellt hohe Anforderungen an die fachlichen Qualifikationen einer Friedensrichterin, weshalb das Team des Friedensrichteramts Winterthur bereits aktuell mit fachkompetenten Friedensrichterinnen besetzt ist.

 

Zu mir

Was bringe ich mit?

Ich arbeite als professionelle Schlichterin (Mediatorin IEF/SAV) und Rechtsanwältin im Privatrecht und bringe in beiden Berufsfeldern eine langjährige Erfahrung mit. Zudem gehe ich auf jeden Menschen offen zu und nehme die Bedürfnisse aller Menschen ernst.

Weshalb kandidiere ich?

Im Friedensrichteramt kann ich meine beiden aktuellen Berufstätigkeiten, d.h. das Schlichten und die juristische Arbeit, vereinen. Das Amt der Friedensrichterin ist deshalb auf den „Rucksack“, den ich mitbringe, perfekt zugeschnitten.

Welche Herausforderungen sehe ich auf mich zukommen?

Wie auch in meinem jetzigen Beruf reizt es mich, Konflikte zwischen Menschen zu schlichten und konstruktiv gemeinsame Lösungen zu erarbeiten.

Wie bin ich politisch einzuordnen?

Da ich keine Politikerin sondern eine Fachperson bin, sind meine Ansichten durch fachliche Überlegungen geprägt. So finde ich beispielsweise bei Streitigkeiten die Eigenverantwortung für die Lösungsfindung wichtig. Ich bin aber auch der Auffassung, dass jeder und jede Zugang zum Gericht haben soll, weshalb ich das Institut der unentgeltlichen Rechtspflege als sinnvoll und notwendig erachte.